Die Anleitung ist in drei Schritten erledigt. Hängen bleibt man an drei Stellen: bei der Meldung „Gescannte PDFs können nicht übersetzt werden“, auf dem Handy und bei Formeln und Tabellen, die nach der Übersetzung durcheinander sind.
Google Übersetzer übersetzt nicht nur Text, sondern ganze Dateien: Im Tab „Dokumente“ laden Sie ein PDF hoch und bekommen eine übersetzte Fassung zurück – kostenlos. Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien funktionieren genauso. Hier zuerst die Anleitung, danach die typischen Gründe, warum es nicht klappt, und was Sie dann tun können. Alle Screenshots und Ergebnisse stammen aus Tests im Oktober 2026.
Nicht direkt. In der Google-Hilfe heißt es: „Die Übersetzung von Dokumenten wird derzeit nicht für kleinere Displays oder Mobilgeräte unterstützt.“ Auch die Google-Übersetzer-App bietet keinen PDF-Upload. Auf dem Handy bleiben diese Wege:
In der Praxis gibt es fünf häufige Gründe.
Die Dokumentübersetzung liest den Text, der im PDF hinterlegt ist. Ein gescanntes Papierdokument oder ein PDF aus einer Scanner-App hat keine Textebene – jede Seite ist ein Bild. Wir haben einen gescannten Rentenbescheid hochgeladen (ein selbst erstelltes Muster). Nach wenigen Sekunden erschien unten links diese Meldung, eine Übersetzung gab es nicht.
So erkennen Sie einen Scan: Versuchen Sie, im PDF einen Satz mit der Maus zu markieren. Geht das nicht, ist es ein Scan.
Es gibt zwei Auswege. Entweder wandeln Sie das PDF zuerst mit einer OCR-Software in ein durchsuchbares PDF um und übersetzen es dann (das Layout leidet dabei oft). Oder Sie nutzen gleich ein Werkzeug, das Scans selbst liest. So sieht derselbe Bescheid mit Reglyph aus (Deutsch → Englisch):
Der ganze Brief ist auf Englisch, alle Beträge stimmen und stehen in der richtigen Tabellenzelle, der MUSTER-Stempel ist unverändert. Nicht perfekt: Die Schrift wechselt von einer serifenlosen zu einer Serifenschrift, der fett gesetzte Briefkopf ist nicht mehr fett, und der Name der Kasse wird im Briefkopf übersetzt („Model Pension Fund“), im Text aber nicht.
Gescannte PDFs bestehen aus Bildern und überschreiten schnell 10 MB. Komprimieren oder Aufteilen hilft beim Upload – bei einem Scan stoßen Sie danach aber auf Grund 1.
Teilen Sie das PDF in mehrere Dateien auf und laden Sie diese einzeln hoch.
Öffnen Sie das PDF mit dem Passwort, heben Sie den Schutz auf und speichern Sie eine Kopie. In unserem Test mit einem PDF, das zum Öffnen ein Passwort brauchte, war auch die Datei, die Google Übersetzer zurückgab, wieder passwortgeschützt.
Die Dokumentübersetzung nimmt nur DOCX, PDF, PPTX und XLSX an. Alte .doc- oder .ppt-Dateien speichern Sie zuerst im neuen Format. JPG- oder PNG-Bilder übersetzen Sie im Tab „Bilder“.
Digitale PDFs, in denen sich Text markieren lässt, übersetzt Google Übersetzer. In unserem Test mit zwei wissenschaftlichen Aufsätzen blieben Spalten und Abbildungen an ihrem Platz, der Fließtext war gut lesbar. Probleme machten die Teile, die keine normalen Sätze sind: Eine Formel zerfiel in Einzelteile, Gleichheitszeichen wurden zu „¼“, und eine Parametertabelle wurde zu einem einzigen Absatz zusammengeschoben. Die Seiten im Vergleich finden Sie in unserem Test Reglyph vs. Google Translate (Englisch).
Um den Inhalt zu verstehen, reicht das. Für Unterlagen, die Sie weitergeben oder bei denen die Zahlen stimmen müssen, brauchen Sie Nacharbeit.
Reglyph behandelt jede Seite als Bild: Es erkennt den Text, entfernt ihn aus dem Seitenbild und setzt die Übersetzung an dieselbe Stelle. Gescannte und digitale PDFs funktionieren gleichermaßen (nur PDF; Fotos bitte vorher als PDF speichern). Tabellen, Stempel, Abbildungen und Zahlen bleiben, wo sie waren. Täglich sind 5 Seiten kostenlos – Sie melden sich mit Ihrem Google-Konto an, eine Kreditkarte ist nicht nötig. Pro Datei sind bis zu 50 Seiten möglich; längere Dokumente laden Sie in mehreren Teilen hoch. Sie können gescannte PDFs direkt im Browser übersetzen.
Mehr zu Scans lesen Sie unter Gescannte PDF übersetzen, einen Überblick über kostenlose Werkzeuge unter Kostenlose PDF-Übersetzer im Vergleich. Briefe und Unterlagen ins Englische bringen: PDF von Deutsch auf Englisch übersetzen.
Nein. Nach dem Upload erscheint die Meldung „Gescannte PDFs können nicht übersetzt werden“. Sie brauchen entweder zuerst eine OCR-Software, die dem PDF eine Textebene gibt, oder ein Werkzeug, das Scans selbst liest (zum Beispiel Reglyph).
Bis zu 10 MB, und PDF-Dateien dürfen höchstens 300 Seiten haben (Google-Hilfe, Stand Oktober 2026). Größere Dateien teilen Sie auf. Für größere Mengen verweist Google auf die Cloud Translation API.
Nein, die Dokumentübersetzung wird auf Mobilgeräten nicht unterstützt. Papier können Sie mit der Kamera der App übersetzen, ein PDF Seite für Seite als Screenshot. Wenn Sie ein übersetztes PDF brauchen, laden Sie es im Handy-Browser bei Reglyph hoch und laden die Übersetzung als PDF herunter.
Ja. DOCX, XLSX und PPTX laden Sie genauso wie ein PDF im Tab „Dokumente“ hoch.
Nur von Hand. Wenn das Layout bleiben soll, ist ein Werkzeug schneller, das die Übersetzung von Anfang an an dieselbe Stelle setzt (Reglyph).
In der Regel nicht. Für amtliche Zwecke verlangen Behörden meist eine beglaubigte Übersetzung durch vereidigte Übersetzerinnen und Übersetzer. Eine maschinelle Übersetzung hilft beim Verstehen und beim Gegenlesen der beglaubigten Fassung.
Google Übersetzer, DeepL, ChatGPT und Dokument-Tools im ehrlichen Vergleich: Welche Limits die kostenlosen PDF-Übersetzer haben, wie gut das Ergebnis ist und was bei gescannten PDFs übrig bleibt.
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